2008


zum Bericht 2007


Auf bestem Wege zur Tradition

Am 17. und 18. Mai 2008 fand zum zweiten mal das Treffen der Diamant Fahrradfreunde statt. Nachdem im ersten Jahr das alte Diamant-Werk in Chemnitz als Austragungsort gewählt wurde, haben wir diesmal dem Friedensfahrt-Museum in Kleinmühlingen (Sachsen-Anhalt) einen Besuch abgestattet. Dort wurde am gleichen Wochenende das 60jährige Jubiläum der Friedensfahrt gefeiert – ein willkommener Anlass und ein äußerst passendes Umfeld für das Diamant Fahrertreffen. Horst Schäfer, der Kurator des Museums, hat uns von Anfang an mit offenen Armen empfangen. Seinem Enthusiasmus und seiner Selbstlosigkeit verdanken wir, dass es auch in diesem Jahr eine sehr gelungene Veranstaltung wurde. Wir hoffen, dabei auch einige auf das Museum aufmerksam gemacht zu haben die es bisher nicht kannten – und werden weiter die Werbetrommel rühren.

Die Zelte durften wir am Samstag um 8 Uhr auf dem privaten Hof von Horst Schäfer direkt neben dem Friedensfahrt-Museum aufschlagen, als auch schon der erste Gast eintraf. Bereits um 11 stand das große Festzelt voller Räder, so dass die Ausstellung unter freiem Himmel erweitert werden musste. Vom originalgetreuen Oldtimer über seltene Raritäten bis zum hochmodernen Umbau war alles vertreten. Auch Petrus hatte diesmal ein Einsehen und hat statt Hagel und Sturm wie im letzten Jahr die meiste Zeit Sonnenstrahlen geschickt. Von zwei kurzen Regengüssen haben sich die abgehärteten Diamant-Fahrer nicht beeindrucken lassen, es wurde unter dem Zelt kameradschaftlich zusammengerückt und weitergefeiert.
Nachdem auf dem nahen Reiterfest der Hunger gestillt wurde kamen am Nachmittag die Höhepunkte des Programms. Ganz vorn natürlich der Besuch von Weltmeister Täve Schur, der sich von dem Enthusiasmus der Teilnehmer und den tollen ausgestellten Rädern ausgiebig überzeugte. Das sympathische Vorbild zeigte großes Interesse an der Sammlerleidenschaft und nahm sich viel Zeit, uns mit Witz und Charme mit Anekdoten aus seiner aktiven Zeit zu unterhalten.
Ein weiteres Highlight waren die „Mitbringsel“ von Gerhard Eggers, der dem Publikum einige sehr, sehr alte Räder vorstellte und damit ein Stück weit die Geschichte des Fahrrades aufzeigte. Bis in die Zeit des Hochrades reichten diese Exponate zurück, und allesamt in funktionstüchtigem Zustand. Es war ein großartiges Erlebnis, solche Räder nicht nur live sehen und anfassen zu können, sondern sogar auszuprobieren und damit fahren zu dürfen!
Auch die schon obligatorischen Wettbewerbe mitsamt Preisverleihung durften selbstverständlich nicht fehlen, es gab diesmal neben den Urkunden sogar selbst gebastelte Pokale und Preise. So wurden vom Publikum die schönsten Räder in verschiedenen Kategorien gewählt, für die weiteste Anreise wurde Wojtek Mszyca aus Katovice in Polen ausgezeichnet. Für die per Bahn und Rad angereisten Fahrradkuriere aus der Hauptstadt gab es orangefarbene Bademeister-Hosen aus DDR-Zeiten.
Den Tag ließ man bei ein, zwei oder mehr Bier auf dem Reiterfest ausklingen. Der harte Kern - neben den Organisatoren auch Horst Schäfer und Fahrradsammler und Magdeburger Original „Varradälti“ Gerd Barwinsky - ließ es sich nicht nehmen, anschließend noch bis in die Morgenstunden am Festzelt zu feiern. Wann der letzte in sein Zelt krabbelte weiß keiner mehr so genau.

Auch der Sonntag stand unter einem guten Stern. Nach einem ausgiebigen Frühstück im Versammlungsraum des Museums erwartete uns Herr Rogotzki von der Firma Diamant und hatte noch eine Überraschung dabei: Diamant-T-Shirts, die unter den noch verbliebenen Teilnehmern verteilt wurden. Vielen Dank dafür! Anschließend erfolgte der Start einer gemeinsamen Ausfahrt. Vor großem Publikum im Rahmen der „Kleinen Friedensfahrt“, bei der die Kinder ihren Vorbildern im Radsport nacheifern, ging es los Richtung Steckby zur Fahrradkirche. Rüdiger Hanschmann vom ADFC Sachsen-Anhalt führte die Diamant-Fahrer auf wenig befahrenen Straßen und Wegen durch eine wunderschöne Landschaft. Nach dem Besuch der Fahrradkirche gab es zur Stärkung noch ein Schnitzel mit Spargel und es ging auf einem anderen Weg zurück nach Kleinmühlingen. So hat das Fest einen schönen Abschluss gefunden und es wurde abgebaut.
Zum Schluss kamen nach Abzug aller Ausgaben noch gut 100€ für Horst Schäfer’s Friedensfahrt-Museum zusammen, nicht viel aber immerhin.

Es sind sich wohl alle einig dass auch 2008 ein Erfolg war, und dass eine Wiederholung im Sinne aller Beteiligten ist. Das Diamant-Fahrertreffen ist auf bestem Wege, zur festen Institution für Sammler und Fans der traditionsreichen Marke zu werden. Wir werden uns Gedanken machen und sehen, wo und wie wir das bewältigen. Man sieht sich im Mai 2009!
 

Jens Klötzer.