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Am 17. und 18. Mai 2008 fand
zum zweiten mal das Treffen der Diamant Fahrradfreunde statt. Nachdem im
ersten Jahr das alte Diamant-Werk in Chemnitz als Austragungsort gewählt
wurde, haben wir diesmal dem Friedensfahrt-Museum in Kleinmühlingen
(Sachsen-Anhalt) einen Besuch abgestattet. Dort wurde am gleichen
Wochenende das 60jährige Jubiläum der Friedensfahrt gefeiert – ein
willkommener Anlass und ein äußerst passendes Umfeld für das Diamant
Fahrertreffen. Horst Schäfer, der Kurator des Museums, hat uns von Anfang
an mit offenen Armen empfangen. Seinem Enthusiasmus und seiner
Selbstlosigkeit verdanken wir, dass es auch in diesem Jahr eine sehr
gelungene Veranstaltung wurde. Wir hoffen, dabei auch einige auf das
Museum aufmerksam gemacht zu haben die es bisher nicht kannten – und
werden weiter die Werbetrommel rühren.
Die Zelte durften wir am Samstag um 8 Uhr auf dem privaten Hof von Horst
Schäfer direkt neben dem Friedensfahrt-Museum aufschlagen, als auch schon
der erste Gast eintraf. Bereits um 11 stand das große Festzelt voller
Räder, so dass die Ausstellung unter freiem Himmel erweitert werden
musste. Vom originalgetreuen Oldtimer über seltene Raritäten bis zum
hochmodernen Umbau war alles vertreten. Auch Petrus hatte diesmal ein
Einsehen und hat statt Hagel und Sturm wie im letzten Jahr die meiste Zeit
Sonnenstrahlen geschickt. Von zwei kurzen Regengüssen haben sich die
abgehärteten Diamant-Fahrer nicht beeindrucken lassen, es wurde unter dem
Zelt kameradschaftlich zusammengerückt und weitergefeiert.
Nachdem auf dem nahen Reiterfest der Hunger gestillt wurde kamen am
Nachmittag die Höhepunkte des Programms. Ganz vorn natürlich der Besuch
von Weltmeister Täve Schur, der sich von dem Enthusiasmus der Teilnehmer
und den tollen ausgestellten Rädern ausgiebig überzeugte. Das sympathische
Vorbild zeigte großes Interesse an der Sammlerleidenschaft und nahm sich
viel Zeit, uns mit Witz und Charme mit Anekdoten aus seiner aktiven Zeit
zu unterhalten.
Ein weiteres Highlight waren die „Mitbringsel“ von Gerhard Eggers, der dem
Publikum einige sehr, sehr alte Räder vorstellte und damit ein Stück weit
die Geschichte des Fahrrades aufzeigte. Bis in die Zeit des Hochrades
reichten diese Exponate zurück, und allesamt in funktionstüchtigem
Zustand. Es war ein großartiges Erlebnis, solche Räder nicht nur live
sehen und anfassen zu können, sondern sogar auszuprobieren und damit
fahren zu dürfen!
Auch die schon obligatorischen Wettbewerbe mitsamt Preisverleihung durften
selbstverständlich nicht fehlen, es gab diesmal neben den Urkunden sogar
selbst gebastelte Pokale und Preise. So wurden vom Publikum die schönsten
Räder in verschiedenen Kategorien gewählt, für die weiteste Anreise wurde
Wojtek Mszyca aus Katovice in Polen ausgezeichnet. Für die per Bahn und
Rad angereisten Fahrradkuriere aus der Hauptstadt gab es orangefarbene
Bademeister-Hosen aus DDR-Zeiten.
Den Tag ließ man bei ein, zwei oder mehr Bier auf dem Reiterfest
ausklingen. Der harte Kern - neben den Organisatoren auch Horst Schäfer
und Fahrradsammler und Magdeburger Original „Varradälti“ Gerd Barwinsky -
ließ es sich nicht nehmen, anschließend noch bis in die Morgenstunden am
Festzelt zu feiern. Wann der letzte in sein Zelt krabbelte weiß keiner
mehr so genau.
Auch der Sonntag stand unter einem guten Stern. Nach einem ausgiebigen
Frühstück im Versammlungsraum des Museums erwartete uns Herr Rogotzki von
der Firma Diamant und hatte noch eine Überraschung dabei:
Diamant-T-Shirts, die unter den noch verbliebenen Teilnehmern verteilt
wurden. Vielen Dank dafür! Anschließend erfolgte der Start einer
gemeinsamen Ausfahrt. Vor großem Publikum im Rahmen der „Kleinen
Friedensfahrt“, bei der die Kinder ihren Vorbildern im Radsport
nacheifern, ging es los Richtung Steckby zur Fahrradkirche. Rüdiger
Hanschmann vom ADFC Sachsen-Anhalt führte die Diamant-Fahrer auf wenig
befahrenen Straßen und Wegen durch eine wunderschöne Landschaft. Nach dem
Besuch der Fahrradkirche gab es zur Stärkung noch ein Schnitzel mit
Spargel und es ging auf einem anderen Weg zurück nach Kleinmühlingen. So
hat das Fest einen schönen Abschluss gefunden und es wurde abgebaut.
Zum Schluss kamen nach Abzug aller Ausgaben noch gut 100€ für Horst
Schäfer’s Friedensfahrt-Museum zusammen, nicht viel aber immerhin.
Es sind sich wohl alle einig dass auch 2008 ein Erfolg war, und dass eine
Wiederholung im Sinne aller Beteiligten ist. Das Diamant-Fahrertreffen ist
auf bestem Wege, zur festen Institution für Sammler und Fans der
traditionsreichen Marke zu werden. Wir werden uns Gedanken machen und
sehen, wo und wie wir das bewältigen. Man sieht sich im Mai 2009!
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